Algenernte Kieler MeeresfarmUnsere Meeresgarten-Algen stammen entweder aus nachhaltiger Aquakultur oder nachhaltiger Wildsammlung in Europa. Beide Verfahren garantieren, dass wir dem Meer nicht mehr entnehmen, als wir ihm zurückgeben. Denn Algen im Meer spielen eine genauso wichtige Rolle wie die Regenwälder an Land: Sie beeinflussen den Kohlendioxid (CO2)-Kreislauf der Erde, weil sie mittels Photosynthese Sauerstoff produzieren. Zudem bilden sie unter Wasser einen wichtigen Lebensraum für andere Organismen und dienen kleinen Fischen als Spielwiese und Versteck.

Nachhaltige Wildsammlung

Der Vorteil der Algen, im Vergleich zum tropischen Regenwald: Sie wachsen viel schneller. Wird bei der Wildsammlung nicht die ganze Alge entfernt, kann sie wieder nachwachsen. Diese nachhaltige Bewirtschaftung ist auch gesetzlich geregelt; und Gewässer, in denen geerntet wird, müssen nachweisbar eine hohe ökologische Qualität aufweisen, damit keine Schwermetalle u. ä. in die Nahrung gelangen.

Nachhaltige Aquakultur am Beispiel der Laminaria-Alge

In der Ostsee wird vor den Toren Kiels, auf der bio-zertifizierten „Kieler Meeresfarm“, die heimische Braunalge Laminaria (Zuckertang) angebaut. Für die Anzucht muss sie sich zunächst an den rund 1.000 m langen Kulturleinen anheften. Dieser erste Schritt der Kultivierung passiert in einer eigens von Meeresbiologen und Verfahrenstechnikern entwickelten Anzuchtanlage. Nach 4 bis 6 Wochen im Labor darf die Alge dann in reinem Ostseewasser der Kieler Förde weiter wachsen, unter meeresökologisch kontrollierten Bedingungen und ohne Einsatz von Düngemitteln.
Die Besonderheit: Algen (Pflanze) und Muscheln (Tier) bilden auf der Kieler Meeresfarm eine symbiotische Beziehung (Multitrophische Aquakultur).